(Vol.13, No.8)
ISSN: 1067-151X
© 2005 American Academy of Orthopaedic Surgeons
Process and Tubercle Fractures of the Hindfoot
Mark J. Berkowitz, MD, MAJ, MC, USA, and David
H. Kim, MD
Frakturen des Processus und Tuberculum des
Rückfußes
Frakturen des Processus und Tuberculum von Talus und Calcaneus können eine Ursache schwerer Schmerzen und Dysfunktion sein. Eine erfolgreiche Behandlung erfordert eingehende Kenntnisse der komplexen osteoligamentären Anatomie des Rückfußes. Der große Processus posterior setzt sich aus einem medialen und einem lateralen Tuberculum zusammen; es kann ein Os trigonum dorsal des Tuberculum laterale bestehen. Der Talus hat einen Processus lateralis, der mit der Fibula und dem Subtalargelenk artikuliert; der Calcaneus sendet einen oft verletzten vorderen Fortsatz aus, der mit dem Cuboid artikuliert. Eine Verletzung dieser Rückfußstrukturen wird durch Inversion und Eversion des Sprunggelenkes verursacht, was bei sportlicher Aktivität auftreten kann. Diese Verletzungen werden oft als Sprunggelenksdistorsion fehldiagnostiziert. Ein hochgradiger kinischer Verdacht ist nötig, und spezielle Röntgenaufnahmen oder andere Bildgebungsmodalitäten können für eine akkurate Diagnose erforderlich sein. Ein nicht-operatives Management mit Immobilisation in einer Schiene ist oft erfolgreich, wenn die Fraktur akut korrekt diagnostiziert wird. Große Fragmente können geeignet sein für offene Reposition und innere Fixation. Unbehandelt können chronische Schäden erhebliche Schmerzen und Funktionsstörungen, die mit spät erfolgender operativer Intervention deutlich gebessert werden können.
Hinged Elbow External Fixators: Indications
and Uses
Virak Tan, MD, Aaron Daluiski, MD, John Capo, MD,
and Robert Hotchkiss, MD
Externe Bewegungsfixateure des Ellenbogens:
Indikationen und ihr Einsatz
Externe Bewegungsfixateure des Ellenbogengelenkes können eine wichtige Rolle beim Management komplizierter Luxationsfrakturen, Gelenkinstabilitäten nach ausgedehntem Kontraktur-Release und der Distraktions-Interpositions-Arthroplastik spielen. Die Anwendung dieser Apparaturen erfordert eine akkurate Ausrichtung der Fixateurachse mit der anatomischen Achse des Ellenbogens. Das primäre Therapieziel ist es, eine Gelenkbewegung zu erlauben bei gleichzeitiger Protektion der heilenden Bänder. Zu den üblichen Komplikationen zählen Pinlockerung, Verletzung nahegelegener neurovaskulärer Strukturen, Zellulitis und Repositionsverlust. Obwohl berichtete Daten begrenzt sind, ist diese Technik eine nützliche Ergänzung bei Patienten mit komplexer Ellenbogeninstabilität.
Constraint in Primary Total Knee Arthroplasty
Hannah Morgan, MD, Vincent Battista, MD, and Seth
S. Leopold, MD
Modularität beim primären totalen
Kniegelenkersatz
Instabilität ist eine wichtige Ursache von Versagern nach totalem Kniegelenkersatz. Eine wachsende Komponentenhemmung mag die Instabilität reduzieren, aber dies kann auch eine Steigerung der auf die Fixation und die Zwischenschichten des Implantates zu übertragenden Kräfte verursachen, was zu vorzeitiger aseptischer Lockerung führen kann. Constraint ist definiert als der Effekt der Elemente des Knieimplantatdesigns, welche die Stabilität bereitstellen, die erforderlich ist, um den Kräften im Kniebereich nach Gelenkersatz bei Vorliegen eines defizienten Weichteilmantels entgegenzuwirken. Die Festlegung des Ausmaßes an notwendigem Constraint kann schwierig sein. Die meisten primären totalen Kniegelenksprothesen werden bei Knien ohne wesentliche Deformität oder Notwendigkeit schwieriger Ausrichtung des ligamentären Gleichgewichtes durchgeführt; in diesen Fällen ist entweder ein dorsal stabilisiertes, oder ein (hinteres) kreuzbanderhaltendes Design geeignet. In bestimmten Situationen, so wie Patienten mit Zustand nach Patellektomie, rheumatoider Arthritis oder wesentlichen präoperativen Deformitäten kann ein dorsal stabilisiertes Knie zu bevorzugen sein. Mit ihren langen Schäften sind varus-valgus-stabilisierte Implantate typischerweise für Patienten mit wesentlicher koronarar Instabilität vorbehalten, welche mit einem dorsal stabilisierten, oder einem kreuzbanderhaltenden Implantat allein schwer auszugleichen ist. Rotations-Knieimplantate werden üblicherweise für Patienten mit schwerer Deformität oder Instabilität, die nicht mit einem Varus-Valgus-Implantat behandelt werden kann, empfohlen.
The Use of Ultrasound in Evaluating Orthopaedic
Trauma Patients
David B. Weiss, MD, Jon A. Jacobson, MD, and Madhav
A. Karunakar, MD
Der Einsatz des Ultraschalls bei der Beurteilung
von Trauma-Patienten
Der myoskelettale Ultraschall ist eine kostengünstige nicht-invasive Methode zur Beurteilung von orthopädischen Trauma-Patienten. Er ist besonders nützlich bei Patienten mit metallischen Implantaten, welche eine Bildgebung durch Computertomographie oder Magnetresonanztomographie erschweren. Ultraschall ist eingesetzt worden, um Frakturheilung oder -nichtheilung, Infektionen, Bandverletzungen, Nervenkompression und mechanische Einklemmung durch Implantate zu beurteilen. Die dynamische Echtzeit-Untersuchung erlaubt die Identifikation einer Pathologie und bietet eine direkte Korrelation zwischen Symptomen und der beobachteten Pathologie.
Anterior Knee Pain: Diagnosis and Treatment
William R. Post, MD
Vorderer Knieschmerz: Diagnostik und Behandlung
Der vordere Knieschmerz ist ein häufiges klinisches Problem. Er stellt eine häufige Herausforderung an Diagnostik und Management dar. Grundlagenforschungen haben Einsicht in den Ursprung des vorderen Knieschmerzes gewährt und das Verständnis der Anatomie verfeinert. Die klinische Beurteilung zielt zunehmend auf den Beitrag der gesamten unteren Extremität zur patellofemoralen Funktion ab. Die nicht-operative Behandlung ist durch das Konzept der "Gesamtheit der Funktion" und durch das gestiegene Verständnis über die neuromuskuläre Kontrolle des Knies verfeinert worden. Indikationen zum lateralen Release sind geklärt und eingeschränkt worden. Obwohl der anteromediale Transfer der Tuberositas tibiae unter bestimmten Umständen hilfreich ist, haben Berichte über postoperative Frakturen zu weniger aggressiven Rehabilitationsregimen geführt. Der Oberflächenersatz des patellofemoralen Gelenkknorpels und der patellofemorale Gelenkersatz sind im Entstehen. Der Schwerpunkt sollte auf dem nicht-operativen Management bleiben, was bei den meisten Patienten ausreichend ist.
Oncologic Approaches to Pediatric Limb Preservation
Jason S. Weisstein, MD, MPH, Robert E. Goldsby,
MD, and Richard J. OíDonnell, MD
Onkologische Zugänge für den pädiatrischen
Gliedmaßenerhalt
Die Erhaltung der Gliedmaßenfunktion beim pädiatrischen Onkologie-Patienten ist eine einzigartige Herausforderung. Die Behandlung muß ihre Prioritäten strikt auf das Leben des Patienten, die Gliedmaße, ihre Funktion, den Längenausgleich und das kosmetische Erscheinungsbild lenken. Zur selben Zeit müssen soziale, sozioökonomische und kulturelle Faktoren verstanden und respektiert werden, um das vorteilhafteste Ergebnis sowohl für den Patienten, als auch für die Familie zu erzielen. Angesichts dieser Überlegungen und der relativen Seltenheit vieler onkologischer Diagnosen und unzähliger Präsentationen ist es schwierig, allgemeine Behandlungsempfehlungen auszugeben. An Stelle dessen muß die orthopädische Intervention bei der Versorgung von Kindern und jungen Erwachsenen mit onkologischen Zuständen individualisiert werden, mit dem großen Ziel der Optimierung der Gliedmaßenfunktion, eher als der rigiden Verfechtung des Gliedmaßenerhaltes.
Dr. Jörn Deneke, Augsburg im Februar 2007