February 2006 Article Abstracts in German

(Vol.14, No.2)
ISSN: 1067-151X
© 2006 American Academy of Orthopaedic Surgeons

The Rheumatoid Wrist
Steven R. Papp, MD, MSc, FRCSC, George S. Athwal, MD, FRCSC, and David R. Pichora, MD, FRCSC
Das rheumatische Handgelenk

Die Beteiligung des Handgelenkes ist häufig bei Patienten mit rheumatoider Arthritis. Die individuelle Patientenbeurteilung istwichtig bei der Bestimmung funktioneller Defizite und Behandlungsziele. Patienten mit persistierender Krankheit trotz aggressiver medikamentöser Behandlung sind Kandidaten für die Operation. Weichteilverfahren bieten kurzfristig gute Symptomlinderung und funktionelle Verbesserung. Streck- und Beugesehnen können reißen wegen synovialer Infiltration und knöcherner Irritation. Wenn eine Ruptur auftritt, ist eine direkte Naht üblicherweise nicht möglich. Allerdings kann, wenn Gelenke, die durch die rupturierten Sehnen bewegt werden, noch funktionieren, ein Sehnentransfer oder eine Transplantation erwogen werden. Aufgrund der voranschreitenden Natur der Erkrankung erfordern Dislokation und endgradige Arthritis oft eine Stabilisierung mit knochenbezogenen Verfahren. Das distale Radioulnargelenk ist üblicherweise zuerst betroffen und wird im allgemeinen entweder mit dem Darrach- oder mit dem Sauvé-Kapandji-Verfahren behandelt. Die partielle Handgelenksfusion bietet einen Kompromiß zwischen Erlangung der Stabilität des betroffenen Radiokarpalgelenkes und Erhaltung der Beweglichkeit am Mediokarpalgelenk. Bei pankarpaler Arthritis bietet die totale Handgelenksfusion verläßliche Schmerzlinderung auf Kosten der Beweglichkeit. Der totale Handgelenksersatz ist eine Alternative, die die Beweglichkeit erhält; allerdings müssen die Ergebnisse des totalen Handgelenksersatzes erst noch evaluiert werden.

Subaxial Cervical Spine Trauma
Brian K. Kwon, MD, PhD, FRCSC, Alexander R. Vaccaro, MD, Jonathan N. Grauer, MD, Charles G. Fisher, MD, MPH, FRCSC, and Marcel F. Dvorak, MD, FRCSC
Subaxiale Verletzungen der Halswirbelsäule

Subaxiale Verletzungen der Halswirbelsäule sind häufig und reichen im Schweregrad von kleineren Bänderdehnungen oder Frakturen der Dornfortsätze zu vollständigen Luxationsfrakturen mit Knochen- und Bänderschäden mit der Folge schwerer Rückenmarksverletzungen. Das Verständnis der Epidemiologie, Anatomie, Biomechanik und Klassifikation der subaxialen Verletzungen der Halswirbelsäule ist wichtig. Die Notfallbehandlung solcher Verletzungen basiert auf der Erlangung einer akkuraten klinischen Anamnese, sorgfältiger klinischer Untersuchung und organisierter radiologischer Beurteilung. Einen einheitlichen Zugang zu dem weiten Spektrum subaxialer Verletzungen der Halswirbelsäule zu erlangen ist schwierig. Zusätzlich besteht eine Kontroverse bezüglich der Sicherheit der geschlossenen Reposition bei bestimmten Verletzungsmustern und bezüglich der Verabreichung von Methylprednisolon bei akuter Rückenmarksverletzung. Die definitive Behandlung (operativ oder nichtoperativ) basiert auf der Einschätzung der mechanischen Instabilität der Verletzung, dem Vorliegen oder Fehlen neurologischer Verschlechterung, sowie verschiedenen Patientenfaktoren, die das Endergebnis beeinflussen können. Einige Komplikationen, einschließlich Verschlechterung des neurologischen Status' können sowohl bei operativer oder nichtoperativer Behandlung auftreten, aber der am häufigsten gemachte Fehler ist das Übersehen der Verletzung bei der initialen Beurteilung.

Osteochondritis Dissecans of the Knee
Dennis C. Crawford, MD, PhD, and Marc R. Safran, MD
Osteochondrosis dissecans des Knies

Die Osteochondrosis dissecans ist ein Zustand im Gelenk, der primär den subchondralen Knochen zu betreffen scheint mit sekundären Wirkungen auf den Gelenkknorpel. Beim Voranschreiten kann diese Pathologie klinisch mit Symptomen bezüglich der Integrität des Gelenkknorpels in Erscheinung treten. Frühzeichen, zusammen mit intaktem Knorpel,  können auf ein Aufweichungsphänomen und Veränderungen der mechanischen Eigenschaften des Knorpels bezogen sein. Spätstadien, bedingt durch das Fehlen der unterliegenden Abstützung des Knorpels, können Zeichen der Gelenkknorpelspaltung aufweisen, Lappenrisse des Gelenkknorpels, Gelenkkörper, entzündliche Synovitis, persistierender oder intermittierender Gelenkerguß und - in schweren Fällen - sekundäre Gelenkdegeneration. Auswahl und Empfehlung einer chirugischen Intervention erfordern die Abwägung der Anwendung nichtoperativer Maßnahmen mit der Einschätzung des Grades der Stabilität des Gelenkknorpels und dem Potential für spontane Remission.

Early Onset Idiopathic Scoliosis
Bruce L. Gillingham, MD, CAPT, MC, USN, Ryan A. Fan, MD, LT, MC, USNR, and Behrooz A. Akbarnia, MD
Die frühzeitig einsetzende idiopathische Skoliose

Kinder mit frühzeitig einsetzender Skoliose werden typischerweise vor dem Alter von 5 Jahren vorgestellt. Radiologische Kriterien helfen, voranschreitende Fälle von solchen, die spontan remittieren werden, zu unterscheiden. In unbehandelten voranschreitenden Fällen können schwere kardiopulmonale Probleme auftreten. Eine zusammenfassende Bewertung sollte vorgenommen werden, um übliche assoziierte Zustände zu identifizieren, so wie Plagiozephalie, kongenitale Herzkrankheit, Leistenhernie und Hüftdysplasie. Bei Kurvationen > 20° ist die Kernspintomographie der Neuralachse indiziert, um okkulte Läsionen des Zentralnervensystems auszuschließen. Eine operative Behandlung sollte erwogen werden, wenn nichtoperative Maßnahmen, einschließlich Bracing und Gips, das Fortschreiten nicht beenden können. Chirurgische Methoden werden weiter entwickelt und zielen primär darauf ab, eine Korrektur der Kurvation zu erzielen und zu erhalten, bei gleichzeitiger Erhaltung des Wachstums der Wirbelsäule und des Stammes.

Hardware Removal: Indications and Expectations
Matthew L. Busam, MD, Robert J. Esther, MD, MSc, and William T. Obremskey, MD, MPH
Metallentfernung: Indikationen und Erwartungen

Obwohl die Metallentfernung allgemein vorgenommen wird, sollte sie nicht als ein Routineverfahren angesehen werden. Die Entscheidung, eine Metallentfernung vorzunehmen hat deutliche ökonomische Bedeutung, einschließlich der Kosten des Verfahrens, so wie möglicher Verlust an Arbeitszeit während der postoperativen Genesung. Die klinischen Indikationen zur Entfernung von Implantaten sind nicht genau etabliert. Es gibt nur wenige definitive Daten, die anleiten, ob die Entfernung eines Implantates angemessen ist. Die Entfernung von Implantaten kann eine Herausforderung darstellen und zu Komplikationen führen, so wie neurovaskuläre Verletzung, Refraktur oder Rezidiv einer Deformität. Wenn Implantate allein zur Schmerzlinderung entfernt werden, sind die Ergebnisse unvorhersehbar und hängen sowohl vom Implantattyp, als auch von seiner anatomischen Lokalisation ab. Die gegenwärtige Literatur unterstützt nicht die routinemäßige Entfernung von Implantaten, um gegen Allergien, Karzinogenese oder Metalldetektion zu schützen. Chirurgen und Patienten sollten sich der geeigneten Indikationen bewußt sein und realistische Erwartungen bezüglich der Risiken und des Nutzens der Entfernung von Implantaten haben.

Dr. Jörn Deneke, Augsburg im August 2006



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