(Vol.12, No.1)
ISSN: 1067-151X
© 2004 American Academy of Orthopaedic Surgeons
Multidetector-Row Computed Tomography
Georges Y. El-Khoury, MD,D. Lee Bennett, MD, andGerald
J. Ondr, MD
Multidetektorreihen-Computertomographie
Die MDCT ist ein aussagestarkes Bildgebungsverfahren, dessen Möglichkeiten mit ansteigender Zahl von Detektoren und verbesserter Postprozessoren-Techniken weiterhin zunehmen. Ihre Schnelligkeit und ausgedehnte Volumenabdeckung machen sie ideal für die Bildgebung polytraumatisierter Patienten. Eine nie dagewesene Bildqualität, selbst bei Vorhandensein von Metallimplantaten oder Fixationsmaterialien, macht die MDCT ideal für die Darstellung einer Vielzahl von Skelett-, Weichteil- und Knorpelabnormitäten.
Rotator Cuff Ultrasonography: Diagnostic Capabilities
R. Sean Churchill, MD, Edward V. Fehringer, MD,
Theodore J. Dubinsky, MD, and Frederick A. Matsen III,
MD
Die Sonographie der Rotatorenmanschette: Diagnostische
Möglichkeiten
Die dynamische Schultersonographie ist eine nicht invasive, akkurate Methode zur Beurteilung der Sehnen der Rotatorenmanschette. Sie kann integriert werden in die Praxis-Untersuchung von Patienten mit Risiko für Probleme der Rotatorenmanschette. Geringe Kosten, leichte Handhabung und Risikolosigkeit machen aus der dynamischen Sonographie ein exzellentes Bildgebungsverfahren zur Beurteilung der Biceps-, Subscapularis-, Infraspinatus-, Teres minor- und Supraspinatussehne. Die Praxis-Sonographie bietet auch eine Gelegenheit zur Patientenaufklärung und Erklärung von Behandlungsoptionen.
Periprosthetic Femoral Fractures Above Total
Knee Replacements
Edward T. Su, MD, Hargovind DeWal, MD, and Paul E.
Di Cesare, MD
Periprothetische Femurfrakturen über totalen
Knieprothesen
Periprothetische Femurfrakturen über totalen Knieprothesen können mit einer Vielzahl von Methoden behandelt werden, einschließlich Gips, offene Reposition und innere Fixierung, äußere Fixierung oder Revisionsprothetik. Da sich keine einzelne Methode für sich als optimale Wahl für all solche Frakturen erwiesen hat, ist es wichtig, zu verstehen, welche Optionen für den jeweiligen Frakturtyp geeignet sind. Die frühen Klassifikationssysteme zielten auf die Dislokation ab als Hauptindikation zu entweder operativer oder nicht operativer Behandlung. Allerdings veranlassen jüngste Techniken und gängige Implantate, die operative Behandlung bei den meisten periprothetischen Frakturen vorzuziehen. Eine Klassifikation auf der Grundlage der Frakturlokalisation kann helfen, solch eine Behandlung zu führen. Im allgemeinen sind Marknägel am besten bei proximalen Frakturen, Formplatten für Frakturen mit Ursprung an der Komponente und Revisionsprothetik für sehr distale Frakturen oder solche mit Implantatlockerung.
Exercise Prescription
Maureen C. Ashe, BScPT, MSc, and Karim M. Khan,
MD, PhD
Die Verordnung von Übungen
Obwohl viele Studien darauf hinweisen, daß Übungen verschiedene gesundheitliche Vorteile bieten, müssen die optimalen Dimensionen der Übungen (d.h. Frequenz, Intensität, Dauer, Art) noch sorgfältig definiert werden. Die Forschung umfaßt viele Felder, von Aktivitäten des täglichen Lebens bis hin zum Hochleistungssport. Um ein vorteilhaftes Übungsprogramm angemessen zu verordnen, muß der Arzt ein grundlegendes Verständnis der Elemente der Übungsphysiologie und des Energiestoffwechsels haben, so wie von den kardiovaskulären, respiratorischen und myoskelettalen Auswirkungen von Übung und Training. Auch die Integration spezifischer Programme zur Muskelstärkung mit Konditionierung durch Aerobic ist wichtig, um bei Patienten mit myoskelettalen Störungen wie Osteoarthritis oder Osteoporose optimale Resultate zu erzielen.
Management of Posttraumatic Segmental Bone
Defects
Thomas A. DeCoster, MD, Rick J. Gehlert, MD, Elizabeth
A. Mikola, MD, and Miguel A. Pirela-Cruz, MD
Das Management posttraumatischer segmentaler
Knochendefekte
Aufgrund der Schwierigkeit im Management posttraumatischer segmentaler Aufgrund der Schwierigkeit im Management posttraumatischer segmentaler Knochendefekte und der hieraus resultierenden ungünstigen Ergebnisse war die Amputation historisch die bevorzugte Behandlung. Eine ausgedehnte Spongiosaplastik war die hauptsächliche Alternative zur Amputation. Die primäre Verkürzung oder der Einsatz der angrenzenden Fibula als Transplantat ist auch angewendet worden im Versuch, die Extremität zu erhalten. Von den neueren Behandlungsmethoden ist der Knochentransport mit Distraktionsosteogenese als führende Option für Defekte von 2 bis 10 cm vorgebracht worden, aber zu seinen Problemen zählen verzögerte Heilung an der Andockstelle und verlängerte Behandlungszeit. Der freie vaskulär gestielte Knochentransfer ist als führende Option für Defekte von 5 bis 12 cm vorgebracht worden, aber die Hypertrophie des Transplantates ist nicht verläßlich und Spätfrakturen häufig. Ersatzstoffe für Knochentransplantate werden weiterhin entwickelt, aber sie haben noch nicht klinische Effizienz für posttraumatische segmentale Knochendefekte erreicht. Obwohl jede der neuen Techniken einen gewissen begrenzten Erfolg gezeigt hat, bleiben die Komplikationen häufig.
Surgical Treatment of Congenital Syndactyly
of the Hand
Khiem D. Dao, MD, Alexander Y. Shin, MD, Annette
Billings, MD, Kerby C. Oberg, MD, and Virchel E. Wood,
MD
Die chirurgische Behandlung der kongenitalen
Syndaktylie der Hand
Syndaktylie ist eine kongenitale Anomalie der Hand, die häufiger bei Männern auftritt, bei 50 % der betroffenen Patienten bilateral vorliegt und oft mit anderen myoskelettalen Fehlbildungen oder systemischen Syndromen vergesellschaftet ist. Das Behandlungsziel der Auflösung einer Syndaktylie ist es, eine funktionelle Hand herzustellen mit den geringsten chirurgischen Verfahren bei Minimierung der Komplikationen. Bei einer einfachen Syndaktylie kann die chirurgische Rekonstruktion mit annähernd 6 Monaten begonnen werden, obwohl viele Chirurgen es vorziehen, zu warten, bis das Kind 18 Monate alt ist. Besondere Situationen, so wie Komplexsyndaktylie und Beteiligung von Randfingern können zu einer chirurgischen Intervention früher als 6 Monate berechtigen. Die Rekonstruktion der Schwimmhaut ist der technisch anspruchsvollste Teil der Operation, gefolgt von der Trennung der verbleibenden Finger. Eine Vollhauttransplantation ist zur Weichteildeckung fast immer erforderlich. Die Komplexsyndaktylie und Syndaktylie zusammen mit anderen Handanomalien verlangt besondere Überlegungen. Nach der Rekonstruktion sollten die Patienten periodisch untersucht werden bis sie volle Skelettreife erreicht haben, da Spätkomplikationen wie Bildung von Schwimmhautnarben auftreten können.
Coccygodynia: Evaluation and Management
Guy R. Fogel, MD, Paul Y. Cunningham III, MD, and Stephen
I. Esses, MD
Coccygodynie: Beurteilung und Management
Coccygodynie ist der Schmerz in der Steißbeinregion. In den meisten Fällen sieht man eine abnorme Beweglichkeit auf dynamischen Röntgenaufnahmen im Stehen und Sitzen, während die Schmerzursache bei anderen Patienten unbekannt ist. Knochenszintigraphien und Megnetresonanztomographien können eine Entzündung und ein Ödem zeigen, aber keine dieser Techniken ist so akkurat wie das dynamische Röntgen. Die Behandlung von Patienten mit starken Schmerzen sollte mit Injektionen von Lokalanästhetika und Kortikosteroiden in das schmerzhafte Segment beginnen. Steißbeinmassage und Dehnung des Musculus levator ani können helfen. Die Coccygektomie wird nur durchgeführt, wenn die konservative Behandlung versagt, was selten vorkommt. Die Coccygektomie ist üblicherweise nützlich bei sorgfältig ausgewählten Patienten, mit den besten Ergebnissen bei solchen mit radiologisch gesicherter abnormer Beweglichkeit des Steißbeins.
Advances in Radionuclide Therapeutics in Orthopaedics
Herrick J. Siegel, MD, James V. Luck, Jr, MD, and Michael
E. Siegel, MD
Fortschritte bei Radionuklid-Therapeutika in
der Orthopädie
Radiopharmazeutika werden nicht nur zu diagnostischen Zwecken eingesetzt, sondern auch zunehmend bei der Behandlung vieler orthopädischer Störungen. Mit der Entwicklung sich spezifisch im Knochen anreichernder Radiopharmazeutika werden die Nebenwirkungen der Behandlung minimiert, therapeutische Effekte verlängert, und die begleitende Anwendung anderer Mittel kann synergistische Wirkungen haben. Diese neuen Radiopharmazeutika, so wie Strontium 89 und Samarium 153-Äthylen-diamin-tetramethylphosphat sind als palliative Behandlung bei Patienten mit Knochenschmerzen durch ossäre Metastasen angewendet worden. Exzellente klinische Reaktionen mit akzeptabler hämatologischer Toxizität sind beobachtet worden, und die klinischen Ergebnisse konkurrieren mit jenen nach externer Strahlentherapie. Die Radiosynovektomie ist in vielen Institutionen das Verfahren der Wahl geworden, um rezidivierende Hämarthrosen und chronische Synovitiden bei Patienten zu behandeln, deren Hämophilie mit medizinischem Management nur unzureichend beherrscht ist. Die Radiosynovektomie bleibt auch eine gangbare Option zur Behandlung chronischer Synovitiden als Folge inflammatorischer Arthropathien, besonders der rheumatoiden Arthritis.
Dr. Jörn Deneke, Tirschenreuth im März 2004