(Vol.13, No.3)
ISSN: 1067-151X
© 2005 American Academy of Orthopaedic Surgeons
Osteochondral Lesions of the Talus
Aaron K. Schachter, MD, Andrew L. Chen, MD, MS,
Ponnavolu D. Reddy, MD, and Nirmal C. Tejwani, MD
Osteochondrale Läsionen des Talus
Osteochondrale Läsionen treten selten auf und weisen üblicherweise Spätfolgen eines Sprunggelenkstraumas auf. Wegen der funktionellen Bedeutung des Talus und seiner begrenzten Reparaturkapazität ist die korrekte frühzeitige Diagnose wichtig. Osteochondrale Frakturen sollten vermutet werden bei Patienten mit chronischen Schmerzen im Sprunggelenk, besonders bei solchen mit vorausgegangener Verletzung des Sprunggelenkes. Klassischerweise sind Nativröntgenaufnahmen verwendet worden zur Bestimmung der Läsionen; in letzter Zeit werden Magnetresonanztomographie und Arthroskopie eingesetzt. Die konservative Behandlung bleibt die Hauptstütze der Behandlung akuter nicht dislozierter osteochondraler Läsionen. Die operative Behandlung ist vorgesehen für instabile Fragmente oder bei Versagen der konservativen Behandlung. Jüngste Fortschritte mit osteochondralen Transplantaten haben Die Rekonstruktion des talaren Domes erlaubt, was zur mehr voraussagbarer Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung führte.
Plating of the Distal Radius
Arvind D. Nana, MD, Atul Joshi, MD, and David M. Lichtman,
MD
Die Verplattung des distalen Radius
Distale Radiusfrakturen sind häufige Verletzungen, die durch verschiedene Methoden behandelt werden können. Die Wiederherstellung der Anatomie des distalen Radius innerhalb anerkannter Richtlinien ergibt die besten Kurz- und Langzeitergebnisse. Richtlinien für eine akzeptable Reposition sind 1. radiale Verkürzung < 5 mm, 2. radiale Inklination > 15°, 3. sagittale Neigung im seitlichen Strahlengang zwischen 15° dorsaler und 20° volarer Neigung, 4. Gelenkstufe < 2 mm im Radiokarpalgelenk und 5. Gelenkinkongruenz < 2 mm in der Incisura ulnaris radii. Die Behandlungsoptionen reichen von geschlossener Reposition und Ruhigstellung bis zur offenen Reposition mit Platten und Schrauben; die Optionen differenzieren sich auf Grundlage ihrer Fähigkeit die drei Säulen von distalem Radius und Ulna zu verstärken und zu stabilisieren. Die Verplattung erlaubt die direkte Wiederherstellung der Anatomie, eine stabile innere Fixierung, eine verringerte Immobilisationsdauer und frühzeitige Wiedererlangung der Handgelenksfunktion. Abstützplatten reponieren und stabilisieren intraartikuläre vertikale Abscherfrakturen durch einen Antigleiteffekt, während konventionelle und winkelstabile Platten auf metaphysäre Trümmerzonen abzielen und/oder artikuläre Kongruenz/Reposition sicherstellen. Mit konventionellen und winkelstabilen Platten werden intraartikuläre Frakturen direkt reponiert; mit Abstützplatten hilft die Platte selbst, die intraartikuläre Fraktur zu reponieren. Komplikationen bei Verplattungen sind Reizung oder Ruptur von Sehnen und die Notwendigkeit der Plattenentfernung.
Shoulder and Elbow Injuries in the Skeletally
Immature Athlete
Frank S. Chen, MD, Veronica A. Diaz, MD, Mark Loebenberg,
MD, and Jeffrey E. Rosen, MD
Schulter- und Ellenbogenverletzungen beim
Sportler mit wachsendem Skelett
Die Intensität von Training und Wettkampf unter jungen Sportlern kann diese einem erhöhten Risiko für akute und chronische Schäden aussetzen, die in Mustern auftreten, welche für Sportler mit wachsendem Skelett typisch sind. Sofortige Erkennung und Behandlung dieser Verletzungen sind entscheidend bei der Vorbeugung vor Langzeitschäden und Deformierungen. Kinder und Jugendliche, die an Freizeit- und organisiertem Sport teilnehmen, sind besonders einem breiten Spektrum an Schulter- und Ellenbogenverletzungen ausgesetzt, die sowohl knöcherne, als auch Weichteilstrukturen umfassen. Das Verständnis der relevanten funktionellen Anatomie, der Biomechanik des Werfens und der Pathophysiologie der Verletzung kann dem Kliniker helfen, übliche akute traumatische Schäden zu handhaben, von denen einige in chronischen Problemen resultieren. Überlastungsschäden treten häufiger auf als akute traumatische Schäden, und frühzeitige Erkennung, zusammen mit geeigneter Behandlung oder Vorbeugung kann helfen, die normale Schulter- und Ellenbogenfunktion wiederherzustellen und zu erhalten.
Nerve and Tendon Lacerations About the Foot
and Ankle
David B. Thordarson, MD, and Christopher J. Shean,
MD
Nerven- und Sehnenverletzungen an Fuß und
Sprunggelenk
Nerven- und Sehnenverletzungen an der Fuß- und Sprunggelenksregion sind relativ häufig. Akute Nerven- und Sehnenverletzungen sollten mit geeigneten Techniken zum Zeitpunkt der initialen Wundexploration versorgt werden. Die primäre Nervennaht kann helfen, das Risiko für schmerzhafte Neurombildung zu minimieren; die primäre Sehnennaht kann zu besseren funktionellen Resultaten führen als die verzögerte Naht. Die meisten chronischen Nervenschäden, außer denen des Nervus tibialis oder seiner größeren Äste, werden durch Resektion eines schmerzhaften Neuroms und Versenken der Nervenendigung in ein geschütztes Areal behandelt. Eine verzögerte Rekonstruktion von Sehnenverletzungen wird durchgeführt, wenn die Korrektur des funktionellen Defizits die Morbidität der Operation überwiegt.
Graft Selection in Anterior Cruciate Ligament
Reconstruction
Robin V. West, MD, and Christopher D. Harner, MD
Die Transplantatauswahl bei der Rekonstruktion
des vorderen Kreuzbandes
Das ideale Transplantat für die Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes sollte strukturelle und biomechanische Eigenschaften haben, die denen des nativen Ligamentes ähneln, eine sichere Fixierung und schnelle biologische Inkorporation erlauben, sowie die Morbidität der Entnahmestelle begrenzen. Viele Optionen sind klinisch erfolgreich gewesen, aber das ideale Transplantat bleibt kontrovers. Die Wahl des Transplantates hängt ab von der Erfahrung und der Vorliebe des Chirurgen, der Gewebeverfügbarkeit, dem Aktivitätsniveau des Patienten, Komorbiditäten, Voroperationen und dem Patientenwunsch. Das Patellarsehnentransplantat, der am häufigsten verwendete Transplantatspender, scheint mit einer erhöhten Inzidenz von vorderem Knieschmerz im Vergleich mit Hamstring-Autotransplantaten behaftet zu sein. Der Gebrauch von Hamstring-Autotransplantaten steigt. Das Quadricepssehnen-Autotransplantat ist weniger populär, hat aber sehr gute klinische Ergebnisse mit niedriger Morbidität gezeigt. Verbesserte Sterilisationstechniken haben zu einer erhöhten Sicherheit und Verfügbarkeit von Allografts geführt, obwohl Allografts eine langsamere Inkorporationsrate haben als die meisten Autografttypen. Kein Transplantat hat klar gezeigt, eine schnellere Rückkehr zum Spielen zu liefern. Im allgemeinen allerdings sind Patellarsehnentransplantate bei Hochleistungssportlern zu vorzuziehen, und Hamstring-Autotransplantate sowie Allografts haben einige relative Vorteile bei Personen mit geringeren Anforderungen. Geläufige Indikationen für synthetische Ligamente existieren nicht.
Total Hip Arthroplasty in Sickle Cell Hemoglobinopathies
Gerard K. Jeong, MD, David E. Ruchelsman, MD, Laith
M. Jazrawi, MD, and William L. Jaffe, MD
Totaler Hüftgelenkersatz bei Sichelzell-Hämoglobinopathien
Fortschritte in der medizinischen Behandlung haben zu verbesserter Lebenserwartung von Patienten mit Sichelzell-Hämoglobinopathien geführt. Umgekehrt hat eine verbesserte Lebenserwartung zu einer steigenden Zahl von Patienten mit Osteonekrosen geführt, was einen totalen Hüftgelenkersatz erfordert. Die Beurteilung des Patienten beginnt damit, das Ausmaß des Krankheitsprozesses und der myoskelettalen Symptome des Patienten zu verstehen (d.h. pyogene Infektionen, Knochenmarkhyperplasie, Osteonekrose). Ein multidisziplinärer Zugang zur Durchführung effektiver präoperativer Behandlungsstrategien erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen chirurgischen Endergebnisses. Intraoperativ kann die Berücksichtigung der Knochensubstanz, der Knochenqualität und der Methode der Komponentenfixierung helfen, das Risiko für exzentrisches Aufbohren, für Perforation oder Fraktur entweder des Acetabulums oder des Femurs, sowie für Lockerung zu minimieren. Die optimale Art der azetabulären oder femoralen Fixierung bei diesen Patienten ist noch nicht schlüssig festgelegt, aber jüngste Ergebnisse mit dem zementfreien totalen Hüftgelenkersatz sind ermutigend. Obwohl Patienten mit Sichelzellerkrankung ein erhöhtes Risiko für internistische und chirurgische Komplikationen haben, kann der totale Hüftgelenkersatz beim gut ausgewählten Patienten zu deutlicher Schmerzlinderung, Wiederherstellung der Funktion und Patientenzufriedenheit führen.
Dr. Jörn Deneke, Augsburg im April 2006