October 2005 Article Abstracts in German

(Vol.13, No.6)
ISSN: 1067-151X
© 2005 American Academy of Orthopaedic Surgeons

Posterior Ankle Impingement Syndrome
Javier Maquirriain, MD, PhD
Das dorsale Impingementsyndrom des Sprunggelenkes

Das dorsale Impingementsyndrom des Sprunggelenkes ist eine klinische Störung, die durch Schmerzen im dorsalen Sprunggelenk charakterisiert ist, die bei forcierter Plantarflexion auftritt. Der Schmerz kann akut sein als Folge eines Traumas oder chronisch durch wiederholten Streß. Pathologien des Os trigonum am Processus talaris ist die häufigste Ursache dieses Syndroms, aber es kann auch aus einer Tendovaginitis des Flexor hallucis longus, einer Osteoarthrose des Sprunggelenkes, einer subtalaren Arthropathie und einer Fraktur resultieren. Die Patienten berichten üblicherweise über einen chronischen oder rezidivierenden Schmerz im dorsalen Sprunggelenk, verursacht oder exazerbiert durch forcierte Plantarflexion oder Absprungbewegungen, wie sie während des Tanzens, Tretens oder Bergablaufens auftreten können. Die Diagnostik des dorsalen Impingementsyndrom des Sprunggelenkes basiert primär auf der klinischen Vorgeschichte und der körperlichen Untersuchung. Röntgenaufnahmen, Szinitigraphie, Computertomographie und Magnetresonanztomographie stellen begleitende Knochen- und Weichteilabnormitäten dar. Die Symptome verbessern sich typischerweise mit nicht-operativem Management, aber eine Operation kann in hartnäckigen Fällen erforderlich sein.

Tumors and Tumor-like Conditions of the Spine in Children
Sumeet Garg, MD, and John P. Dormans, MD
Tumore und tumorähnliche Läsionen der Wirbelsäule bei Kindern

Tumore und tumorähnliche Läsionen der Wirbelsäule, obwohl selten, sollten in die Differentialdiagnose bei Jugendlichen und Kindern mit Rückenschmerzen eingeschlossen werden. Skelettpathologien sind bei Kindern häufiger Ursache von Rückenschmerzen als bei Erwachsenen. Obwohl die meisten Tumore und tumorähnliche Läsionen der Wirbelsäule bei Kindern benigne sind, erfordern viele eine Operation. Kinder mit malignen Tumoren der Wirbelsäule (mit Ausnahme der Leukämie und Lymphomen) können eine multimodale Therapie erfordern, einschließlich Operation, um Langzeitheilung zu erzielen. Fortschritte in der Bildgebung, Operationstechnik, chirurgischer Technologie und der adjuvanten Therapie haben zu Verbesserungen in Diagnostik und Behandlung und damit auch bei den Endergebnissen geführt. In vielen Fällen ist jedenfalls eine frühzeitige und akkurate Diagnose oft möglich, nur auf der Grundlage von klinischer Anamnese, körperlicher Untersuchung und Röntgennativaufnahmen.

Adult Traumatic Brachial Plexus Injuries
Alexander Y. Shin, MD, Robert J. Spinner, MD, Scott P. Steinmann, MD, and Allen T. Bishop, MD
Traumatische Verletzungen des Plexus brachialis beim Erwachsenen

Traumatische Verletzungen des Plexus brachialis beim Erwachsenen sind verheerend, und sie treten mit steigender Frequenz auf. Die Beurteilung des Patienten besteht in einer gezielten Beurteilung der sensorischen und motorischen Funktion der oberen Extremität, radiologischen Untersuchungen und - am wichtigsten - präoperativen und intraoperativen elektrodiagnostischen Untersuchungen. Die kritischen Konzepte in der chirurgischen Behandlung sind die Patientenauswahl, sowie das Timing und die Priorisierung der Wiederherstellung der Funktion. Die Operationstechniken beinhalten Neurolyse, Nerventransplantation, Neuralisierung und freier Muskeltransfer. Die Ergebnisse sind unterschiedlich, aber eine steigende Kenntnis über Nervenverletzungen und -reparatur, sowie Fortschritte in mikrochirurgischen Techniken erlauben nicht nur die Wiederherstellung der Ellenbogenbeugung und Schulterabduktion, sondern auch einer nützlichen Greiffunktion der Hand bei einigen Patienten.

Orthopaedics and the Law
Michael Suk, MD, JD, MPH, Ann Marie Udale, EdM, JD, and David L. Helfet, MD
Orthopädie und Gesetz

Das Verständnis des relevanten legalen Kontextes ist wesentlich für die sichere und erfolgreiche Praxis der orthopädischen Chirurgie. Besonders drei Gebiete der Haftung sind relevant für die meisten Ärzte: Ärztehaftpflicht, Produkthaftung und Haftung der Gesundheitsorganisationen. Die Ärztehaftpflicht umfaßt das berufliche Arzt-Patienten-Verhältnis mit seinen implizierten Verantwortlichkeiten über Vertrag, Übereinstimmung, Vertrauen und die Pflicht, den Behandlungsstandard bereitzustellen, sowie bestimmte Pflichten des bürgerlichen Rechts entsprechend speziellen Umständen. Orthopädische Chirurgen, die Implantate entwerfen oder die eine Beziehung zu einem Gerätehersteller haben, haben ein Haftungsrisiko für ein fehlerhaftes Produkt. Im allgemeinen ist das Krankenhaus als Rechtsperson verantwortlich für die Aktionen seiner ärztlichen Angestellten. Noch unklar ist der Grad, zu dem ein Arzt verpflichtet ist, sich im Namen eines Patienten an zahlende dritte Parteien zu wenden. Ärzte sollten daran denken, daß über allem anderen die Übereinstimmung bezüglich der Behandlung, die Einverständniserklärung und die Zustimmung der Patienten wesentlich sind zur Vermeidung vieler medikolegaler Fallstricke.

Orthopaedic Care of the Aging Athlete
Andrew L. Chen, MD, Simon C. Mears, MD, PhD, and Richard J. Hawkins, MD
Die orthopädische Versorgung des alternden Sportlers

Steigende Zahlen von Erwachsenen mittleren und höheren Alters nehmen am Sport teil, und diese Sportler wünschen im Älterwerden aktiv zu bleiben. Das Verständnis der anatomischen, physiologischen und psychosozialen Unterschiede zwischen älteren und jüngeren Sportlern kann helfen, den alternden Sportlern die Funktion zu erhalten. Die sportliche Kapazität kann gut in das fortgeschrittene Alter fortgesetzt werden, und viele der physiologischen Konsequenzen des Alterns können durch regelmäßige Übungen gemildert oder rückgängig gemacht werden. Die meisten Verletzungen des älteren Sportlers sind chronische und Überlastungsschäden, die zu einer verminderten Flexibilität und Ausdauer führen. Zudem haben viele alternden Sportler medizinische und myoskelettale Probleme, die es erfordern, die sportliche Aktivität auf den allgemeinen Gesundheitszustand und die funktionellen Erfordernisse des Patienten zuzuschneiden.

Chronic Posttraumatic Osteomyelitis and Infected Nonunion of the Tibia: Current Management Concepts
Michael J. Patzakis, MD, and Charalampos G. Zalavras, MD
Chronische posttraumatische Osteomyelitis und Infektpseudarthrose der Tibia: gegenwärtige Behandlungskonzepte

robleme, die in erhebliche Morbidität münden und die Vitalität der Gliedmaße gefährden können. Die Entwicklung einer Infektion kann aus Schädigungen der Weichteile und der Knochenvaskularität, systemischem Schaden des Wirtes und virulenten oder resistenten Organismen resultieren. Die Bildung eines Biofilms auf Implantaten und devaskularisierte Knochenoberflächen schützen die Pathogene und können zur Persistenz der Infektion führen. Das Management basiert auf einer detaillierten Beurteilung des Patienten, des betroffenen Knochens und Weichteilgewebes, des Grades der Begleitverletzungen der unteren Extremität und der Art der bakteriellen Pathogene. Die Beherrschung der Infektion wird erreicht mit radikalem Débridement, Frakturstabilisierung und bakterienspezifischen Antibiotika. Die lokale Freisetzung von Antibiotika ist eine nützliche Ergänzung zur systemischen Gabe. Lokale oder freie Muskellappen können notwendig sein, um eine Weichteildeckung zu erzielen. Die Sanierung von Knochendefekten und die knöcherne Heilung können mit Knochentransplantation erreicht werden. Langstreckige Defekte erfordern allerdings komplexe Rekonstruktionsverfahren, so wie Distraktionsosteogenese und vaskularisierte Knochentransplantation.

Dr. Jörn Deneke, Augsburg im Februar 2007



Member/Resident Login | Subscriber/Guest Login