September/October 1998 Article Abstracts in German

(Vol. 6, No. 5)
ISSN: 1067-151X
© 1998 American Academy of Orthopaedic Surgeons

Symptomatic Scapulothoracic Crepitus and Bursitis

John E. Kuhn, MD, Kevin D. Plancher, MD, and Richard J. Hawkins, MD

Symptomatisches skapulothorakales Reiben und Bursitis

Skapulothorakales Reiben und skapulothorakale Bursitis sind schmerzhafte Störungen des skapulothorakalen Gelenkes. Beim skapulothorakalen Reiben entsteht ein reibendes oder schnappendes Geräusch bei Bewegungen des Schulterblattes gegen den Brustkorb, das von Schmerzen begleitet sein kann. Die skapulothorakale Bursitis zeigt sich als schmerzhafte Schwellung der Schleimbeutel des skapulothorakalen Gelenkes. Sie wird immer bei Patienten mit symptomatischem skapulothorakalen Reiben gesehen, kann aber auch als isolierte Entität auftreten. Das symptomatische skapulothorakale Reiben kann durch pathologische Veränderungen in Knochen oder Weichteilen zwischen der Skapula und der Thoraxwand hervorgerufen werden oder durch eine veränderte Kongruenz des skapulothorakalen Gelenkes, wie es bei der Skoliose und der thorakalen Kyphose gesehen wird. Die Behandlung von Patienten mit symptomatischem skapulothorakalen Reiben beginnt mit nicht operativen Methoden, einschließlich Haltungs- und schulterblattstärkenden Übungen und der Anwendung lokaler Behandlungsmaßnahmen. Wenn Weichteilschäden die Ursache von skapulothorakalem Reiben sind, ist die konservative Behandlung höchst effektiv. Wenn symptomatisches skapulothorakales Reiben durch knöcherne Schäden bedingt ist oder wenn die konservative Behandlung fehlgeschlagen ist, stehen operative Möglichkeiten zur Verfügung. Bei ausgewählten Patienten haben Teilresektionen der Skapula zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. In letzter Zeit sind offene und arthroskopische skapulothorakale Bursektomien mit gewissem Erfolg durchgeführt worden und werden zunehmend häufiger eingesetzt.

Tarsal Coalition and Painful Flatfoot

Kent A. Vincent, MD

Tarsale Synostosen und schmerzhafter Plattfuß

Die Häufigkeit tarsaler Synostosen beträgt wahrscheinlich 1 % oder weniger. Die zwei am meisten betroffenen Stellen sind das Calcaneonaviculargelenk und die mittlere Facette des Talocalcaneargelenkes. Diese Diagnose sollte vermutet werden bei Patienten im ersten oder zweiten Lebensjahrzehnt mit allmählichem oder plötzlichem Einsetzen von Schmerzen in Mittel- und Rückfuß, zusammen mit fehlender Beweglichkeit im unteren Sprunggelenk. Eine initiale Behandlung mit Ruhigstellung oder einer Orthese kann die Symptome lindern, aber die meisten Patienten haben persistierende Symptome, die eine chirurgische Korrektur erfordern. Langzeitergebnisse zeigen, daß die Exzision der Synostose einen gewissen Erfolg hat bei der Symptomlinderung an der calcaneonavicularen Grenzschicht. Langzeiterfolge mit Exzision subtalarer Schichten sind eher fraglich, obwohl frühzeitige Linderung der Symptome im allgemeinen möglich ist.

Compressive Ulnar Neuropathies at the Elbow: I. Etiology and Diagnosis

Martin A. Posner, MD

Kompressionsneuropathien des Nervus ulnaris am Ellenbogen: I. Ätiologie und Diagnostik

Die Kompression des Nervus ulnaris am Ellenbogen tritt an jeder von fünf Stellen auf, die von proximal an der Strutherschen Arkade nach distal reichen, wo der Nerv am Unterarm den Musculus (M.) flexor carpi ulnaris verläßt. Eine Kompression erfolgt meistens an zwei Stellen: am Sulcus nervi ulnaris und an dem Punkt, wo der Nerv zwischen den beiden Köpfen des M. flexor carpi ulnaris verläuft (d.h. im eigentlichen ulnaren Tunnel). Die Differentialdiagnose der Ulnarisneuropathien schließt solche Schäden mit ein, die eine proximale oder distale Kompression verursachen, sowie systemische und metabolische Störungen.

Compressive Ulnar Neuropathies at the Elbow: II. Treatment

Martin A. Posner, MD

Kompressionsneuropathien des Nervus ulnaris am Ellenbogen: II. Behandlung

Anfangs ist die Behandlung der meisten Kompressionsneuropathien am Ellenbogen nicht operativ und besteht aus Ruhigstellung, Einschränkung der Ellenbogenbeugung und, wenn nötig, temporärer Immobilisation von Ellenbogen und Handgelenk. Wenn die Symptome persistieren, besonders bei Muskelschwäche, ist die Operation in aller Regel indiziert. Die Operationsverfahren schließen Dekompression ohne Verlagerung des Nerven (in situ oder mittels einer medialen Epicondylektomie) ein, sowie Dekompression mit Verlagerung des Nerven nach subkutan, intramuskulär oder submuskulär. Die Indikationen, Vorteile, Nachteile und die chirurgischen Techniken jeder der fünf Operationsverfahren werden diskutiert.

Extremity Fractures in the Patient With a Traumatic Brain Injury

Vivek P. Kushwaha, MD, and Douglas G. Garland, MD

Extremitätenfrakturen bei Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma

Extremitätenfrakturen sind häufig bei Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma (SHT). Diese Frakturen werden oftmals inadäquat behandelt und gelegentlich sogar übersehen, bedingt durch die besonderen Probleme von Patienten mit SHT. Die verbesserte Überlebensrate dieser Patienten hat zu einer vermehrten Notwendigkeit der Minimierung von Fehlfunktionen und Behinderungen geführt, besonders solchen, die durch Begleitverletzungen des Bewegungsapparates bedingt sind. Fortschritte in der Anästhesie gestatten eine früherzeitige Stabilisierung von Extremitätenfrakturen. Die meisten Verletzungen, speziell diejenigen der unteren Extremität, erfordern eine operative Stabilisierung, um Frühmobilisation und Rehabilitation zu erlauben. Frakturen der oberen Extremität sind oft mit Verletzungen peripherer Nerven vergesellschaftet. Heterotope Ossifikationen sind häufig, besonders um Ellenbogen und Hüfte. Die Frakturheilung ist im Gegensatz zu früheren Annahmen beim SHT-Patienten nicht notwendigerweise beschleunigt. Hypertrophe Kallusbildung, Myositis ossificans und heterotope Ossifikationen sind häufig und werden oft als beschleunigte Heilung fehlgedeutet. Eine angemessene Einschätzung des SHT-Patienten erlaubt eine prompte Diagnose und eine optimale Behandlung von Extremitätenfrakturen.

Total Wrist Arthroplasty

Jeffrey R. Carlson, MD, and Barry P. Simmons, MD

Die Totalendoprothese des Handgelenkes

Obwohl die Endoprothetik für viele Gelenke eine etabliertes Verfahren darstellt, ist ihre Anwendung beim Handgelenk weniger verbreitet, und die Indikationen sind weniger gut definiert. Das traditionelle Verfahren bei der schmerzhaften Handgelenksarthrose ist die radiokarpale Arthrodese. Mit Verbesserung der Technologie und der chirurgischen Erfahrung wird auch die Endoprothetik des Handgelenkes vermehrt eingesetzt. Die Verfasser stellen einen kurzen historischen Abriß der Totalendoprothetik des Handgelenkes dar und besprechen die in den Vereinigten Staaten am häufigsten eingesetzten Endoprothesen. Die Ergebnisse der Handgelenksimplantate, die mit ihnen vergesellschafteten Komplikationen, die technischen Aspekte des Verfahrens und Maßnahmen der "Ultima ratio" werden ebenso diskutiert.

Achilles Tendon Injuries

Charles L. Saltzman, MD, and David S. Tearse, MD

Verletzungen der Achillessehne

Im gleichen Maße wie die Anzahl sportlich aktiver Personen im höheren Alter hat die Inzidenz von Überlastungsschäden der Achillessehne zugenommen. Die Ätiologie dieser Probleme ist multifaktoriell und beinhaltet biomechanische Faktoren sowie fehlerhaftes Training. Die Klassifikation dieser Verletzung nach histopathologischen Gesichtspunkten zeigt den folgerichtigen Zugang zur Behandlung. Entzündliche Veränderungen sind die Domäne der konservativen Behandlung. Günstige Endresultate bei frischen Rupturen können durch operative und konservative Behandlung erzielt werden, auch wenn operativ behandelte Patienten eine bessere Funktion zu haben scheinen. Die Therapie verschleppter Verletzungen der Achillessehne bleibt weiterhin eine Herausforderung.

Translated by Dr med Jörn Deneke.



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